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Unintentional Music
Unintentional Music, ein Spezialgebiet der Prozessarbeit nach Arnold Mindell habe ich bei Lane Arye, einem Sänger und Prozessarbeiter, welcher weltweit tätig ist, kennengelernt. Ich war sofort begeistert und überzeugt von dieser sehr effektiven Arbeitsweise. Meine erste Arbeit mit Lane war so eindrücklich, dass der Entschluss, bei ihm zu studieren, schnell gefasst war. Unintentional – das Unbeabsichtigte ist in dieser Arbeitsweise ein Schlüsselwort, quasi das Tor zu aussergewöhnlichen und berührenden Erfahrungen.
Unintentional Music interessiert sich für alles, was vor oder während des Musizierens ungewollt und unbeabsichtigt passiert. Dies mögen Fehler oder Verkrampfungen sein, aber auch besondere Klangqualitäten, die wir nicht beabsichtigt haben, Bewegungen, die wir noch nie gemacht haben oder die uns stören. Die Liste der Beispiele dazu ist unendlich. "Unbeabsichtigte Musik" soll entfaltet statt unterdrückt werden. Das Paradigma von Unintentional Music gründet auf der Erkenntnis, dass sich hinter jeder Störung, hinter jedem Symptom, hinter jedem überraschenden Signal ein Weg, ein Prozess verbirgt, der sich zu zeigen beginnt, sobald man sich den Signalen, den Störungen etc. liebevoll und neugierig annähert und diese entfaltet. Auf diesem Weg gibt man dem Prozess die Möglichkeit, seine Weisheit zu offenbaren und uns den Weg zu vermehrter Kreativität und Authentizität zu weisen.
Für mich war Unintentional Music eine Antwort auf meine Suche nach Möglichkeiten, gleichzeitig an musikalischen und persönlichen Themen zu arbeiten. Unintentional Music begleitet mich heute durch meinen musikalischen Alltag, sei es beim Improvisieren, Erarbeiten von Werken, Unterrichten und auch in Kursen: Überall zeigen sich Signale, die auf einen tieferliegenden Prozess hinweisen. Diese Signale wahrzunehmen und dahinterliegende, oft überraschende Qualitäten zu entfalten ist immer wieder etwas Aufregendes und Begeisterndes.
Ich studierte Unintentional Music während Jahren bei Lane Arye und lernte bei ihm und auch bei Ruby Brooks, einer sehr erfahrenen Lehrerin für Prozessarbeit, zusätzlich die Grundlagen der Prozessarbeit. Seit 2003 arbeite ich selbständig als Unintentional Music Facilitator.